Knowledge Map

Es ist immer schade, wenn ein echt tolles Konzept nicht weiter verfolgt wird. Eines dieser tollen Konzepte ist die knowledge map der Khan Academy. Wie ihr Gründer, der ehemalige Finanzanalyst Salman Khan hier in einem TED-Talk  darstellt, nutzt diese Seite ein Netzwerk von mathematischen Kompetenzen, um den Lernenden schrittweise von einfachen zu komplexen mathematischen Aufgaben zu leiten.

(c) Khan Acadeny

(c) Khan Acadeny

Mich erinnert das ganze ja stark an die Neuronenstruktur im Gehirn (wenn auch extrem vereinfacht). Ich bin zwar kein Mathematik-Didaktiker, aber es scheint mir doch erstmal sinnvoll, vor der Division von Dezimalzahlen und Brüchen die ganzzahlige Multiplikation zu beherrschen.

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

Zu den einzelnen Aufgaben gibt es dann auch Videos, welche die Grundlagen erklären.

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

Wie Khan berichtet, wird jede/r Lernende dabei beobachtet. Wie schnell werden die Aufgaben gelöst? Welche Frageformate funktionieren, welche nicht? Welche Kompetenzen bauen tatsächlich aufeinander auf, und welche Reihenfolge wirkt optimal?

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

Dabei wird anscheinend davon ausgegangen, dass es eine optimale korrekte Lernstruktur und -reihenfolge gibt, welche allen Lernenden so die schnellsten und effektivsten Lernerfolge verspricht. Ob das kognitionspsychologisch haltbar ist, glaube ich jetzt intuitiv nicht direkt. Dennoch ist bei einem so großen Projekt mit enormen Datenmengen auch eine allgemeine, generalisierte Struktur als erstes Ziel auch schon sehr innovativ und ambitioniert.

Aber, wie eingangs gesagt, wird dieses Prinzip nur bei der Mathematik eingesetzt. Bei der Chemie zum Beispiel – und vor allem bei so angewandten Prinzipien der Stöchiometrie – sieht die von der Khan Academy angebotene Lernumgebung folgendermaßen aus:

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

Die lineare Struktur macht ja vielleicht einigermaßen Sinn, aber die Lernumgebung ist komplett passiv. Es müsste doch auch hier möglich sein, Aufgaben zu generieren, mit denen stöchiometrisches Denken und Rechnen geübt werden könnte.

Wenn wir uns dabei die Lernumgebung für Geschichte anschauen, sieht das dann folgendermaßen aus:

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

(c) Khan Academy

Hier werden in linearer Abfolge Narrative präsentiert, mit der prinzipiellen Möglichkeit der Diskussion in den Kommentaren. Diese sind aber – auf den ersten Blick zumindest – wenig stringent und qualitativ.

(c) Khan Academy

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Ich mache mir jetzt mal Gedanken, ob man die Knowledge Map auch für Geschichte einsetzen kann. Wer eine Idee hat, kann sich gerne in den Kommentaren, bei @historytoby oder unter historyaccordingtotoby@gmail.com melden.

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Über Tobias Jakobi

youtube.com/user/historytoby
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